Liebe Toni,

 

gerne schreibe ich Dir noch etwas ausführlicher über meine Erfahrungen mit dem Mandala malen.
Ich selbst begann vor sehr vielen Jahren, Mandalas zu malen, ohne etwas Näheres über Mandalas zu wissen. Kein Buch hatte ich gelesen und auch keinen Kurs darüber besucht. Ich wusste genauso viel darüber wie die meisten Menschen und das ist ziemlich wenig. Doch Mandalas haben einen anziehende Wirkung.
Ich wusste also zwar, was ein Mandala ist, doch sehr oberflächlich war mein Wissen und es bezog sich lediglich auf schön gemalte bunt gefüllte Formen in einem Kreis.
Doch es kam regelrecht über mich bzw., es entstand in mir das Bedürfnis Mandalas zu malen.
Das tat ich dann. Es entstanden einige Mandalas, doch dann war wieder viele Jahre Ruhe damit.
Jahre später kam es erneut über mich und ich malte plötzlich während eines sehr langen Fluges  fast hintereinander einen ganzen Skizzenblock voll mit Mandalas, entweder mit Fineliner oder Kugelschreiber.

Das war gefühlsmäßig viel intensiver, als  ich es Jahre zuvor erlebte bei der ersten Serie. Ich fühlte mich eingesponnen darin, eingesponnen in meinem Tun.
Ich malte dann später  zu Hause weiter auf größeren Malgründen und dann vorwiegend auf Aquarellkarton. Es war so leicht und spielerisch und es begann sich dabei einerseits so viel in mir zu bewegen und andererseits fühlte ich die Stille in mir immer tiefer, diese Stille aus der alles Tun zu floss.
Es entwickelten sich für mich völlig neue Mandalas aus mir heraus und ich bekam dazu auch grundsätzlich meine Botschaften aus dem Inneren, gefühlsmäßig oder durch die innere Stimme, vorwiegend ausgelöst durch das Betrachten und auf mich wirken lassen während des Malens.
Immer wieder den Stift oder Pinsel ruhen lassen und das, was aus der Betrachtung kommt, spüren und so auch, den nächsten Strich oder die als nächstes anzuwendende Farbe.
Während des Prozesses des Malens entwickelte sich zwischen mir und den Mandalas ein Magnetismus, der mich aus der Welt riss, die mir vertraut war und in Welten eintauchen ließ mit einer gleichzeitigen Stabilität, die ich nicht in Worte fassen kann. Ich begann Wurzeln in mir zu spüren, die so tief  reichten, dass es mich nicht schreckte, mich auf die unbekannten Bilder, die aus meinem Unterbewusstsein mit seinen Botschaften auftauchten einzulassen.
So eine Reise zu sich selbst kann spannender sein als jeder Actionfilm und schöner als eine Liebesromanze. Doch es ist eine natürlich Liebesromanze, eine mit sich selbst.
Ich kannte natürlich schon durch das freie Malen aus dem Herzen, welch Faszination es auslöst und was für Heil- und Erweiterungsprozsseprozesse dadurch in mir ausgelöst wurden. Doch ich hätte mir zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen können, dass Mandala malen, soviel Kraft freisetzen kann und gleichzeitig eine immense Zentrierung dieses Kraft wahrzunehmen ist.
Das Mandala malen bewirkt, dass sich in uns alles zu ordnen beginnt. Dieser kreative Prozess ist eine Wiederherstellung von Ordnung und Klarheit.
Es ist, als ob beide Gehirnhälften in Balance kommen.

Unsere Wohnung putzen wir ja auch regelmäßig und dringen dabei in Ecken und Nischen vor, die wir im Alltagsleben nicht jeden Tag berücksichtigen.
Beim Mandala malen dringen wir in Ecken und Nischen unseres Unterbewusstseins, kommen in Kontakt mit unserm Inneren, in dem Geheimnisse verborgen liegen, von denen wir nicht ahnen, dass sie da sind,  die wir mit bloßen Augen und mit dem Denken nicht erfassen können und wir lernen dabei, wieder das Staunen wie ein Kind, das beginnt voller Neugierde, die Welt zu entdecken.
Wir werden weiter und innerlich reicher, indem wir in neue Welten vordringen und erleben, was für eine Faszination der Mensch doch ist.
Das meine ich nicht irgendwie abgehoben, sondern im Gegenteil. Man gewinnt Abstand zu den Gedanken, von denen man sich oft eingenommen und auch gefangen fühlt. Die gedankliche, einengende Welt schwindet hin durch Wandlung und Auflösung von Gedankenstrukturen und Blockaden.
Da  ist plötzlich etwas ganz anderes da, etwas von dem man sich so angerührt fühlt, dass man manchmal weinen kann vor innerem Glück.
Doch auch Tränen der Trauer und des Schmerzes löste das Mandala  malen in mir aus, doch nur um Abschied zu nehmen. Wir erkennen, wenn wir die Liebe in uns übermenschlich stark fühlen, was für merkwürdige Sicht- und Handlungsweisen unser Leben und die Liebe aus der wir alle geschaffen sind, eingeengt haben.
Wir kommen in innerliche Vergebungsprozesse, dass wir den Menschen, von denen wir uns verletzt fühlten ganz selbstverständlich vergeben, weil die Liebe den Schmerz wegspült. In diesen hochschwingenden Zuständen können wir spüren, dass auch uns alles leid tut, was wir anderen angetan haben und gleichzeitig kommen wir in Frieden damit. Alte verborgene Schuldgefühle lösen sich auf und das Empfinden von  Einheit und Verbundenheit durchdringt uns.
Liebe Toni, doch wichtig ist, ohne Erwartungen an das Mandala malen zu gehen, denn damit ist man nicht im Hier und Jetzt und Hier und Jetzt kann dann auch nichts geschehen.
Ich erwarte nie etwas beim Mandala malen. Ich spüre nur, dass ich es tun muss und dann lass ich geschehen, was geschehen will. Ich brauche kein Ergebnis. Das Tun ist erfüllendes Ergebnis und Ziel genug.

Der Weg zum eigenen Zentrum führt durch viele Schichten, die sich darum als Glaubenssätze, Gedanken- und Verhaltensmuster abgelagert haben und zu Blockierungen wurden, die uns nun daran hindern, das Leben in seiner Ganzheit wahrzunehmen und zu erleben. Je mehr es sind, desto weniger Verständnis haben wir auch für Andersdenkende.
Gleichzeitig ist es die Kraft, die aus dem Zentrum kommt, die in uns ist, die uns dorthin lockt, dorthin zieht. Dieser magischen Kraft können wir nicht wiederstehen, weil wir spüren, dass sie uns zu unserem wahren Potenzial, zu unseren Fähigkeiten und Talenten führt, es uns vor Augen führt, wie auch alles, was uns darin hindert, es zu leben.
Es ist ein des Erkennens, des Erfahrens, des Sehens, des Fühlens, des Erlebens und vor allen Dingen, ein Weg der Harmonisierung von Körper, Geist und Seele.
Es entsteht so viel Verständnis durch das Erkennen und Fühlen von Zusammenhängen und Sichtweisen ändern sich. Sämtliche Projektion verschwindet. Es ist, wie es ist und wir sehen es ohne Abwehr. Es wachsen Demut, Vergebung, Liebe, Hingabe, Frieden. Es wachsen all die Eigenschaften, die wir und die Welt brauchen, damit mehr Verständnis durch Erkenntnis und Liebe gedeihen können.
Das Bild, das Mandala ist praktisch die Begleiterscheinung von dem Prozess des Malens des Mandalas in Stille, des in sich gehens bei dem man in Kontakt mit seinem Unterbewusstsein kommt oder sein Überbewusstsein, mit dem, was größer und weiser ist als unser Verstand, mit dem der Mensch meist versucht, sein Leben zu lenken, doch immer wieder zu dem Gefühl des Scheiterns kommt, sobald etwas nicht so geschieht, wie der ruhelose Verstand es doch gewollt und geplant hat. Doch aus der Stille heraus wird der Verstand zu einem perfekten Werkzeug.
Ich schaue mir meine Mandalas immer wieder an, solange sie praktisch frisch und ganz aktuell mit der gegenwärtigen Situation sind. Das Mandala, welches ich gerade gemalt habe, löst immer den größten Magnetismus in mir aus. Das ist auch ganz klar, denn es entspricht ja gerade dem, was vielleicht erlöst werden will bzw. etwas ganz bestimmtes ausdrückt, das wir wissen sollten.  Es enthält genau die Energien,  in Farbe und Form, die  gerade gebraucht werden, die gut sind für etwas.
Doch kein Mandala verliert an Kraft und Bedeutung, denn es enthält die Kraft, im Unterbewusstsein etwas anzusprechen, ob bei mir oder bei anderen, die vielleicht gerade ähnliche Themen haben.
Manchmal habe ich monatelang in meiner Wohnung ein bestimmtes Mandala hängen, dann plötzlich von einem Moment zum anderen spüre ich, dass ich es austauschen soll gegen ein anderes.
Ich weiß, dass es dabei längst nicht mehr nur immer um  mich geht. Mein Höheres Selbst weiß genau Bescheid. So geschieht es, dass ich plötzlich komplett Bilder umhänge und dann bekomme ich plötzlich Besuch und ich spüre, dass ich es deshalb tat. Da sind  Energien enthalten, die jemanden anderen helfen können ohne Worte darüber zu verlieren und ohne dem Bedeutung zu geben. Man spürt es einfach.
Ich hatte z.B.  vor längerer Zeit ein Erlebnis, worüber ich fast lachen musste. Ich hatte ein bestimmtes Mandala mit Weihnachtsmotiv an der Wand hängen, eines  das ich wunderbar finde und sehr liebe. Es war zu der Zeit sogar mein Lieblingsmandala und ich habe immer wieder sehr gerne darauf geschaut. Da bekam ich z.B. erst Besuch von einer Freundin und diese  fand das wunderbar und fühlte sich berührt. Sie erzählte mir gleich, was sie darin fühlt. Später bekam ich Besuch von einem Bekannten. Der schaute auf das Mandala und sagte mir, dass das energetisch schlecht für mich wäre. Es würde mir nicht gut tun. Er selbst fühlte sich von dem Mandala regelrecht angegriffen und  attackiert. Ich sollte es unbedingt abhängen.
Ja, Mandalas wirken, Bilder wirken! Jedes Mandala spricht etwas Bestimmtes in unserem Inneren an und je nachdem, was wir da an Erinnerungen gespeichert haben, fühlen wir uns berührt. Doch in jedem Fall löst es immer Heilung aus.
Es öffnet sich etwas. Ein Prozess entsteht und Transformation geschieht und endet mit mehr Nähe zum Zentrum und damit mit etwas Geheilten. Wir sind ein Stück näher nach Hause gekommen.

 

Ja, das Malen von Mandala hat mich eingenommen und mitgenommen und bis heute nicht losgelassen. Meine Faszination darüber  ist bis heute immer weiter gewachsen.
Später begann ich mich mit theoretischem Wissen darüber zu beschäftigen, mit den Kulturen, mit Erfahrungen und Wissen anderer.
Wie alt es doch schon ist. Schon vor über 30.000 Jahren hat man in Höhlenmalereien Mandalas gefunden, die die Ähnlichkeit von Sonnenrädern hatten.
Der frühe Mensch hat sicher schon mehr gewusst, als wir heute ahnen. Die kosmische Verbindung und die zur Natur waren sehr stark ausgeprägt. Sie schwand erst mit der weiteren Entwicklung und Vergötterung des Verstandes.


Die Natur ist voller Mandalas. Alles scheint sich aus geometrischen Figuren aufzubauen und diese geometrischen Formen, lassen eine unendliche Vielfalt und Mustern entstehen, die soweit gehen, dass wir oft, die Ursprungsform nicht mehr mit dem bloßen Auge erkennen können.

Mein oberflächliches Wissen von damals ist gewichen und geblieben ist,  eine noch größere Neugierde und eine große Lust, immer wieder sich und andere neu zu erleben mit jedem Mandala, das ich male. Es ist ein Prozess, der die Welt in einem selbst immer wieder neu entstehen lässt.
Es ist ein Brunnen, so tief, dass das Wasser darin mit all seinen Geheimnissen sich nie erschöpfen kann, doch uns wach und lebendig und neugierig halten kann bis in die Ewigkeit.

Nun möchte ich noch auf ganz konkrete Inhalte eingehen, die das Mandala malen betreffen. Bei mir waren es Zirkel, Lineal und Winkelmesser und natürlich Stifte, mit denen ich anfing,  meine ersten Mandalas zu schaffen. Das Dreieck nutze ich erst seit kurzer Zeit. Es vereinfacht nochmal mehr,  die Formen zu schaffen.

Nun, beim Mandala haben Formen, Farben, Symbole und Zahlen Bedeutung. Sie sind in jedem Mandala zu finden. Natürlich ist das Mandala selbst ein Symbol. Doch dieses Symbol kann in der Mitte, im Zentrum ein Symbol enthalten oder auch an anderen Stellen.
Als Schöpfer eines Mandalas können wir alles zulassen, was aus uns ins Mandala fließt.
Wir wollen schließlich nicht irgendein Mandala malen, sondern unser Mandala. Das, was bereits da ist, kann als Inspiration dienen und das tut es immer, doch wir sollten es nicht auf uns selbst kopieren.

Das Mandala, dass aus dem eigenen Inneren entsteht, aus der Intuition hat die stärkste Wirkung.
Dagegen kann man aus meiner Sicht alle noch so toll gerühmten Symbole aus denen sich bereits ein Massenbewusstsein entwickelt hat, vergessen. Sie bringen uns nicht über die Schwelle, zu der es zu uns selbst geht.
Doch gleichzeitig können wir ohne das, was bereits ist und vor uns war nicht das hervorbringen, was in uns jetzt ist.
Mit einem Zitat von Max Liebermann möchte ich den Brief beenden, der es wunderbar zum Ausdruck bringt: "Selbst das Genie steht immer auf den Schultern seiner Vorgänger."

Liebe Toni,

vielleicht hat Du ja Lust mal einen meiner Workshops zu besuchen, in denen wir Mandalas entwerfen und ausmalen.
Gerade jetzt  in der vor uns liegenden Adventszeit bietet sich eine wunderbare Gelegenheit wunderschöne Mandalas  mit einer Fülle an Sternen zu malen und vielleicht sogar am Ende sich davon eine Grußkarte drucken zu lassen, die  dann zu Weihnachten mit Glückwünschen versandt wird.

 

Herzliche Grüße
Malina

 


Als Anhang hier noch einige Erläuterungen zu 

Formen, Symbole  und Farben im Mandala
Nur einige davon will ich hierfür erwähnen, denn es wachsen auch die Gestaltungsmöglichkeiten, wenn man weiß, wie man ein Fünfeck, ein Sechseck bzw. ein Gerüst schafft, indem individuelle Formen entstehen können.


 

 

Der Kreis
Der Kreis ist das, woran wir sicher zuerst denken, wenn wir an Mandalas denken. Der Kreis ist ohne Anfang und ohne Ende. Er ist das Ganze.

Er symbolisiert  auch die Vollkommenheit, also das Göttliche, das Harmonische, das alles Einschließende.
Er symbolisiert die Seele und steht für den Kosmos. In ihm kann viel stattfinden oder nichts. Der Inhalt kann Bewegung ausstrahlen oder Ruhe. Er steht und auch für Schutz.
Das Zentrum im Kreis ist bedeutend. Von da aus gestaltet sich der Inhalt und wirkt somit unterstützend für uns bei der Zentrierung.

Der Punkt
Er symbolisiert das Zentrum, die Ganzheit. Ein Punkt bleibt, was er ist unveränderbar.  Ein Zentrum versinnbildlicht auch immer gleichzeitig das Tor. Von hier aus geschieht alles und alles kehrt dahin zurück.

 

 

Das Quadrat

Die unterschiedlichen Kulturen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen gaben den Formen verschiedene Bedeutungen. Doch im Endeffekt, denke ich, findet man, wenn man genau schaut und sieht, die Gleichheit auch darin. Die einen sagen, dass das Quadrat z.B. den Sitz der Gottheit symbolisiert. Andere sagen, es steht für die Erde und andere wieder für Stabilität, das Feststehende, für die Materie. Die vier Seiten symbolisieren auch die viel Himmelsrichtungen und auch gleichzeitig die Begrenzung.
Quadrat und Kreis zusammen symbolisieren Materie und Geist.
Das Quadrat hatte ja schon große Bedeutung beim Bau der Pyramiden. Die Pharaonen sahen sich ja als Götter und nicht als Menschen an. Kein Wunder, dass man das Quadrat als Sitz der Götter bezeichnet.
Dann stimmt das auch wieder mit der Materie. Der Geist wirkt aus der Materie heraus. Der Geist schafft Materie. Das Unendliche schafft das Endliche, schafft die Begrenzung, schafft Formen, Richtungen, Halt und Stabilität. Es schafft Greifbares, damit das Unendliche endliche Erfahrungen sammeln kann und mit diesen wieder als bewusstere Wesen zur Unendlichkeit zurückkehren kann.
Der Mensch fing an Häuser zu bauen in quadratischer oder rechteckiger Form. Er schuf etwas Feststehendes, Unbewegliches, worin er Ruhe finden wollte.

Das Dreieck
Das Dreieck symbolisiert mit seinen drei Ecken das Positive, Das Negative und das Neutrale und damit  also auch viel Bewegung und damit viel Wandlung.

Es ein Symbol, das auch bewusst bei Transformationsprozessen eingesetzt wird.
Es beinhaltet die Harmonisierung der Gegensätze und damit die Transformation in die Einheit.
Das Dreieck steht auch für Energie. Wir kennen die Vereinigung von Quadrat und Dreieck in der Pyramide. Das Fundament ist praktisch das Quadrat, worauf die Pyramide nach oben hin die Form von vier Dreiecken bekommt, die an der Spitze zu einem Punkt führen.
Das Dreieck symbolisiert, je nachdem in welche Richtung die Spitze zeigt, unterschiedliche Energie. Die Spitze nach oben symbolisiert die männliche Energie und die Spitze nach unten die weibliche Energie.

 

Das Hexagramm
Es symbolisiert die Einheit von männlicher und weiblicher Energie.

Wir finden in diesem Symbol das Dreieck, das nach unten zeigt für weibliche Energie und eines mit der Spitze nach oben, was die männliche Energie symbolisiert. Die Dreiecke sind so ineinandergefügt, dass in der Mitte ein Sechseck mit gleichmäßig verteilten Seitenlängen entsteht.
Doch es steht nicht nur für die Beziehung von Mann und Frau, sondern hat vielerlei Bedeutung, Eine weitere ist die Beziehung von Mensch und Gott. Das Dreieck mit der nach oben weisenden Spitze bedeutet, dass der Mensch zu Gott zurückkehren wird.
Diese Interpretation gefällt mir persönlich besser, denn ansonsten könnte man sagen, dass die andere Interpretation bedeuten würde, dass die Frau zum Manne kehrt.
Interpretationen sind interessant, doch aus nicht das Wesentliche. Das bleibt das Unbenennbare und doch ist es einfach da.
Auch ist das Hexagramm das Symbol der Israeliten und hat religiöse Bedeutung und wie wir wissen ist damit eine sehr traurige Geschichte verbunden.



 

Die Linie
Auch die Linie spielt eine Rolle beim Malen von Mandalas.

Die vertikale Linie z.B. symbolisiert die Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen dem Irdischen und dem Geistlichen.
Die horizontale Liebe steht für Ausdehnung, doch die Ebene wird dabei nicht verlassen. Sie symbolisiert die Materie, in der sich ausgedehnt werden kann, ohne sie zu verlassen.

Die Blume

Die Blume als ein Symbol im Mandala oder als Mandala muss ich unbedingt erwähnen, denn sie steht für Erleuchtung und die meisten Menschen wissen, wie magisch diese mit Ihrer Schönheit, Verletzlichkeit und Würde auf uns wirken.
Der Blick in die Natur mit Aufmerksamkeit verrät uns ihre Geheimnisse.
Ihre Knospe gibt uns eine Ahnung von dem, was aus ihr werden kann, zu was sie sich entfalten kann und wenn sie sich voll aufgeblüht zeigt und ihren Duft verströmt, können wir die Ganzheit in ihr erblicken. In voller Entfaltung lassen viele das Mandala, die kosmische Vollkommenheit, die Geometrie und Perfektion, die in allem angelegt ist,  erkennen.

 

Das Herz
Es symbolisiert natürlich die Liebe, die Verschmelzung, die Vereinigung, die Hingabe, das sich Vereinende.
Das Herz
Das  Herz erinnert uns sehr stark an ein Dreieck mit der Spitze nach unten. Doch die obere waagerechte Linie des Dreiecks scheint sich in der Mitte zu teilen und bildet eine Spitze nach unten und die seitlichen Spitzen werden zu Rundungen, Flügeln gleich.

Es strebt zusammen.
Es ist das Symbol für die Einheit und Harmonie von weiblicher Energie und männlicher Energie und somit ist es auch das Symbol der Liebe und Herzlichkeit.
Die beiden Spitzen, die in einen Richtung zeigen,  könnten dafür stehen, dass männliche und weibliche Energie in ein und dieselbe Richtung streben und dieser Umstand zeigt die Einheit und Harmonie.

 

Der Stern
Wessen Herz wird nicht weit und wer schwingt nicht in die Ferne beim Betrachten eines leuchtenden Sternenhimmels? Wer lässt sich dabei nicht fluten von dem Gefühl etwas Endlosem, das unendliche Freiheit verspricht und Fühlen lässt. Wir spüren das Mysterium in das eingewoben wir sind und uns Sicherheit schenkt.
In der Adventszeit beginnen uns von überall Sterne entgegenzuleuchten und wir fühlen uns wohl und heimelig darin.
Der Stern spricht von einem höherem Geist, dem Geist, der uns alle vereint, der uns das Licht bringt, damit auch wir strahlen können.
Den Ort, wo das Jesuskind geboren ward, den man als den Lichtbringer sah, fand man, indem man einem Stern folgte.
Der Stern symbolisiert den großen Geist der Freiheit.

Neben dem Hexagramm mit seinen sechs sternenförmigen Ecken haben wir viele andere Sterne.
Der Weihnachtsstern ist das Symbol der christlichen Weihnacht und hat ursprünglich 12 Sternenzacken, Spitzen. Drei Dreiecke  ineinander gefügt,  lassen diesen Stern entstehen.
Sterne erfreuen nicht nur unser Gemüt, besonders wenn sie leuchten, sondern sie symbolisieren auch Schutz, Geist und Freiheit, unabhängig wie viele Zacken er enthält.
Im Malen von Sternen können wir uns auslassen und es macht Freude, Weihnachten schöne Mandalas mit Sternen entstehen zu lassen.


 



 

Farben:

Weiß
Weiß symbolisiert das Reine, das Vollkommene, das Lichtvolle, das Unschuldige. Es enthält alle Farben in Ausgewogenheit und Harmonie.

 

Blau
Blau wirkt entspannend. Die Farbe steht für Harmonie und Ausgewogenheit. Wir spüren diese Ausgeglichenheit, wenn wir in den strahlend blauen Himmel schauen und im blauen Meer schwimmen. Blau wirkt auf den Geist harmonisierend und öffnend.

Klares blau wirkt erhaben und majestätisch und weckt auch unsere Sehnsucht nach Weite und sich Ausdehnen.  Weit wie der Himmel und tief wie das Meer wollen wir uns fühlen.
In Unausgewogenheit steht Blau für Depression, Lethargie und Trägheit.

 

Rot
Rot symbolisiert Lebenskraft, Enthusiasmus, Überschwang, Lebensfreude, doch auch die negativen Eigenschaften, wie Wut, Zorn, Ehrgeiz, Gier, Hast, Unruhe.

Rot ist die Farbe der Liebe und des Lebens. Es ist die Farbe unseres Blutes.

 

Gelb
Gelb in ihrer positiven Bedeutung steht für Leichtigkeit, Heiterkeit, Weisheit. Denken wir an die strahlend gelbe Sonne oder den gelben Mond. So symbolisiert es das Wachsen, Erkennen, Reifen, Entfalten, all das was bei Sonnenlicht geschieht. Doch auch den friedlichen Untergang von allem, wenn der gelbe Mond am Himmel sich erhebt.
Die gelbe Zitrone lacht uns an, auch wenn ihr Inhalt sauer ist. Leuchtend gelbe Butterblumen sprechen von satter Schönheit. Gelb löst in uns einfach Freude aus, Licht und Wärme. Alles wirkt hell und frisch und  wir fühlen uns lebensbejahend.
Doch Gelb ist durch das Einwirken anderer Farben schnell zu zerstören, doch mit Geschick und Vorsicht lassen sich wunderbare Nuancen schaffen. Denken wir an ein zartes Orange oder ein frisches Türkis.
In ihrer negativen Bedeutung steht Gelb  für Neid, wenn einem zum Beispiel die Galle überläuft vor Neid und Wut. Also, es steht auch für Aggressivität und Zorn.

 

Grün
Grün, die Farbe der Natur. Im Frühling beginnt sich der Wald und die Natur grün anzuziehen und unsere Lebensgeister werden geweckt. Wir fühlen uns wohl und geborgen, eingebettet im Ganzen.

So steht grün für ein neues Gewand, also für Neuentstehung und Wachsen und Entfalten.
Grün wirkt beruhigend und unterstützt Ausgewogenheit und Zufriedenheit. Sie schafft Ausgleich in unserem Inneren, weil sie harmonisierend auf unser Gemüt wirkt.
Eine Wanderung über grüne Wiesen und durch einen grünen Laubwald wirkt erfrischend und verjüngend. Sie schenkt Lebenskraft und Schwung.

 

Violett
Violett ist die Farbe der Spiritualität, die Farbe des Geistigen, der Inspiration, der Intuition. Sie ist eine mystische Farbe. Sie unterstützt die Verbindung zur geistigen Welt, zum Unbewussten und regt die spirituelle Kraft an.

Violett wird in der Meditationspraxis angewandt, z.B. in Form von violettem Feuer in dem negativ beeinflussende Energien verbrennen. Violett wirkt transformierend.


Schwarz
Schwarz in seiner Reinform werden wir in der Natur nicht finden, denn alles ist in Farbe getaucht, auch wenn auf uns etwas schwarz wirkt.

Schwarz ist im Gegensatz zu weiß die Farbe, die kein Licht reflektiert.
Kaum eine Farbe ist so geheimnisumwittert wie schwarz. Steht schwarz doch für das Dunkle und Böse, für Macht und Kraft, für Trauer und Tod, für Eleganz und Würde.

 

 

Zahlen

Eins
Eins symbolisiert den Beginn und die Einheit, wie auch die Ganzheit. Es gibt kein außen und es gibt kein innen. Alles besteht gleichzeitig und ist ineinander verwoben.

Zwei
Zwei steht für Dualität, Getrenntheit und für Gegensätze. Doch auch dafür, dass erst durch die zwei, das Wahrnehmen möglich ist.  "Das bist du und das bin ich." Gleichzeitig fordert es unsere Fähigkeit heraus, in der Zweiheit auch die Einheit zu erkennen.

Drei
Drei verbindet zwei zu etwas Drittem. Neues entsteht.
Sie steht also für Bewegung.

Vier
Vier symbolisiert die Erde mit ihren vier Himmelsrichtungen, das Quadrat, die Materie, das Handeln. Es steht für materialisierte Energie, für etwas Festes, für etwas Geschaffenes.

Fünf
Fünf ist die Zahl des Geistes und somit steht sie für den lebendigen wachen und schaffenden Geist.

Im  Pentagramm finden wir die fünf Zacken.

 

 




„Deine Visionen werden klarer, wenn du in dein eigenes Herz hinein siehst.
Wer nach außen sieht, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“

 

Carl Gustav Jung


"Kreativität bedeutet, etwas Neues ins Leben zu rufen und den Weg zu bereiten, dass das Unbekannte in das Bekannte eintreten kann, den Weg zu bereiten, dass der Himmel auf die Erde kommen kann."  S. 105

 

Osho

aus  „Kreativität“
Heyne Verlag


"Zerbrich dir also nicht den Kopf darüber, was wahre Kunst ist. Wenn dir das Tun Freude macht, wenn du dich im Tun verlierst, wenn du dich im Tun von Freude und Frieden überwältigt fühlst-dann ist es wahre Kunst. Kümmere dich nicht, was Kritiker sagen. Kritiker haben keine Ahnung von Kunst.S. 207

Osho

aus  „Kreativität“
Heyne Verlag

















 



"Entspannung stellt sich ein,
wenn kein Drang nach Aktivität vorhanden ist. Deine Energie
ruht in sich und bewegt sich

nirgendwohin.
Wenn es die Sitaution fordert, wirst du handeln, das ist alles..."S.31

Osho

aus  „Kreativität“
Heyne Verlag



"Aktion ist gesund. Aktivität ist krank. .....Fühle den Unterschied."S.29/30

 

Osho

aus  „Kreativität“
Heyne Verlag

 

"Natürlich ist Korrektheit eine schöne Sache, aber sie ist nicht das Wesen der Kunst."

Max Liebermann


 

"Die Liebe ist alles
in der Kunst.
Ohne sie
kann man nichts malen."

 

Max Liebermann

 






 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

zurück