Licht und Liebe

 

Wie einfach doch die Liebe ist,

So reibungslos und unbeschwert,

So willenlos und unaufhaltsam,

So losgelöst und ungebunden,

So ziellos und so ewiglich.

 

Wie schwer doch die Gedanken sind,

Die immer ringend um die Liebe sind,

Stets verstellen den Augenblick,

Lenken wollen,

Was sich bewegt.

 

Wie schön die bunten Blätter sind,

Die sich tanzen lassen

Vom leisen Herbstwind,

Zwanglos auf die Erde sinken,

Zerfallen und  nichts halten wollen.

 

Wie tückisch doch die Gedanken sind,

Wenn du dich ergreifen läßt,

Dich fangen läßt in ihr Netz,

Wo du dann ringst,

Lebst eingeklemmt.

 

Wie frei der Mensch doch ist,

Der durchlässig wie das Licht doch ist,

Indem sich nichts halten,

Nichts an ihn binden kann,

Der lebt,

Indem er in sich ruht,

Geschehen läßt,

Was Gott lenkt und tut.

Kein Ich

Mischt sich mehr ein.

Ewige Liebe stellt sich ein.

 

 

                                                                                 Ute Malina Rößner

 

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