Erblühen

 

Er hat sich ganz einfach
In mein Herz gesungen.

Er hat nicht viel
Dafür gerungen.
Ach, er hat mich
Nicht mal wahrgenommen.

 

Doch was drang da
In mein Herz hinein,
Wenn er nicht war dabei,
Was hörte und was spürte ich.
Was wars, das in mir erlebte sich,

Dessen Zeuge ich nun war.

 

Er bewegte sich so rhythmisch.

Jede Geste nahm mich mit.
Jeder Ton, der schien zu kommen
Von irgendwo, einem fernen Land
Zwischen dem und hier er,
Als Brücke für uns stand.

 

Selbst die Schuhe
Fand ich wunderbar.
So leuchtend rot
Aus feinstem Material,

Doch erst sein Instrument
Ihn vollendete und wie er‘s hielt.

 

Ach nein, auch das wars nicht.
Was sind schon Schuhe, Mantel,
Töne, Bewegungen und Instrumente.
Nicht mal bemerkt hätt ichs,
Wenn da nicht wär gewesen
Diese fließende Energie.

 

Sie war so wunderschön,
Erhaben von Liebe getragen,
Weil Hingabe und Harmonie,
Die bedingungslos erschien

Den ganzen Raum
Brachte zum Erblühen.

 

 

 

 

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