Zitate über Kunst und Blumen von Künstlern und Mystikern
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"Blüte steht für Vollendung, Ganzheit.

Die Blüte steht für den äußeren Ausdruck,

die volle Verwirklichung des Potenzials.

Die Blüte steht für Schönheit, die Großartigkeit,

die Herrlichkeit des Seins."

 

Osho

 

"Wenn du die Segnungen des Meisters spürst,
sie auf dich niederregnen spürst wie Blüten,
dann kannst du sicher sein,
daß die Befreiung nicht mehr weit ist."

 

Osho
(aus "Tantra, die höchste Einsicht"
Sannyas Verlag)

 

 

"Wunder, dass die Blume existiert. So schwach, so weich!
Es scheint fast unmöglich zu sein-wie ist es möglich?
"

 Osho
(aus "Intimiät"; Ullstein-Verlag)

 

 

 

"Rishi bedeutet "Dichter des Bewusstseins". Im Osten haben

wir zwei verschiedene Wörter für Dichter: Kavi und Rishi.

Kavi entspricht buchstäblich dem Dichter, aber für Rishi

gibt es keine Entsprechung. Der Rishi ist der erwachte Dichter.

Er singt noch, aber er komponiert seine Gesänge nicht,

sondern empfängt sie direkt aus der Existenz.

So, wie Blumen erblühen, erblühen auch diese Gedichte.

Der Kavi hingegen komponiert seine Dichtung:

Er spielt mit den Worten, mit ihrem Rhythmus,

ihrem Klang, und so vermag er bedeutsame

rhythmische Lieder zu erschaffen."

 

 Osho
(aus "Die Kraft des freien Denkens"; Allegria-Verlag)

 

„Jemand, der still und selig ist
und vor Energie überfließt, wird zur Blume;
er muß sich anderen öffnen.
Es ist nicht etwas, das man erlernen müßte;
es geschieht von selbst. Du öffnest dich Menschen,
du öffnest dich Tieren, du öffnest dich Bäumen,
du öffnest dich sogar den Steinen.“
S.80

 Osho
(aus "Authentisch sein"; innenwelt-Verlag)

 

 

 

"Das ewig Blühende

Ist das leuchtende Herz des Universums.

Das ewig Blühende

Ist jenseits von Existenz

Und Nicht-Existenz,

Ist das,

Was du wirklich bist."

 

Meister M.

 

 

 

"Der  ganze Mensch in seiner Heiligkeit
wird wachsen wie die vollkommene Blume,
an der jedes Blatt und jede Blüte
gleichzeitig und harmonisch sich entfalten.“

 

Prentice Mulford


 

 

 

"Novalis deutet an, es seien nicht die bunten Farben..., die uns im

Frühling so begeistern. Es ist der stille weissagende Geist.", der durch

die Blumen spricht,-"die Andeutung höherer ewiger Blüten und Früchte."

 


"Der Ort, wo alle Blüten gleichzeitig blühen,

ist das Paradies."

 


Die Blume will den "naiven" statisch ruhenden Blick.

 

aus Blumen-Brueghel

 

 

 

 

"Gott ist das Unermeßliche, und ich fühle ihn in mir.

Nur an ihn glaube ich.

Ich glaube weder an das, was ich berühre, noch an das,

was ich sehe, nur einzig an das, was ich fühle.

Mein Gehirn, meine Vernunft scheinen nur kurzlebig

und von zweifelhafter Wirklichkeit,

nur mein inneres Gefühl halte ich für ewig und

für unanfechtbar gewiß."

Gustave Moreau

 

 

 

"Man muß nicht malen, was man zu sehen glaubt,

sondern, was man sieht."

 


"Für diese Malweise, die allgemein hochgeschätzt wird,

reicht das Können eines Handwerkers.

Die Bilder, die so gemalt werden, sind alle unkünstlerisch

und gewöhnlich. Ich darf nur für die Genugtuung, höhere Wahrheiten

und Wissen zu vermitteln, nach der Vollendung streben.

Und glauben Sie mir, es kommt immer die Zeit,

da man sich durchsetzt und dann hat man viel

glühendere und überzeugtere Bewunderer als jene,

die sich nur durch äußeren Schein schmeicheln lassen."

 


"Die Natur ist nicht nur auf der Oberfläche, sie ist auch

in der Tiefe.
Die Farben sind der Ausdruck dieser Tiefe an der Oberfläche.
Sie steigen aus den Wurzeln der Welt auf." 

Czezanne

 

 

 

"Die Form existiert,
um den Geist auszudrücken."

Gu Kaizhi (345 - 406)

 

 

 

 

"Meiner Meinung nach bin ich oft steinreich, nicht an Geld,

doch reich darum, weil ich meine Arbeit gefunden habe,

weil ich etwas habe, wofür ich mit Herz und Seele lebe,

was dem Leben Inhalt und Bedeutung gibt."

 


"Jeder, der mit Liebe und Einsicht arbeitet,

hat gerade in seiner aufrichtigen Liebe zur Natur und Kunst

eine Art Panzer gegen die Meinung der Menschen.

Die Natur ist auch streng und gewissermaßen hart, doch trügt sie nie

und hilft immer vorwärts."

 

 

"Aber gerade dann spüre ich, was die Arbeit bedeutet,

wie sie, unabhängig von Beifall oder Ablehnung

dem Leben Klang gibt."

 


"Was ist Zeichnen?

Wie kommt man ans Ziel?

Es ist ein Sichdurcharbeiten durch eine unsichtbare

eiserne Wand, die zwischen dem,

was man fühlt und dem, was man kann,

zu stecken scheint."

 

 

"Weißt Du, woran ich ziemlich oft denke?
Ich habe es Dir schon früher gesagt:

auch wenn ich mich nicht durchsetze,
möchte ich doch glauben, daß das,
woran ich gearbeitet habe, weitergeführt wird.

Nicht unmittelbar, aber man ist nicht allein
im Glauben an das Wahre. Und was kommt es
schon auf den einzelnen an!
Mir ist, als sei es mit den Menschen wie mit dem Korn,
wenn man nicht als Same in die Erde gesät wird,
um zu keimen, was tut’s, dann wird man
eben zermahlen zum Brot backen."
S.290/291


(Vincent van Gogh; Briefe an seinen Bruder; ANACONDA)

Vincent van Gogh

 

 

 

"Als man Vincent van Gogh fragte: "Wachsen deine Bäume

immer über die Sterne hinaus?" sagte er:

"Ja, das tun sie, denn ich verstehe die Bäume. Ich hatte

immer schon das Gefühl, dass die Bäume der Griff der Erde

nach den Sternen sind. Weshalb sollte ich sie sonst malen?

Nach den Sternen zu greifen, die Sterne zu berühren und

über sie hinauszuwachsen, darin besteht die Sehnsucht

der Erde. Die Erde bemüht sich nach Kräften, aber es

gelingt ihr nicht, diese Sehnsucht zu stillen. Also muss

ich es für sie tun. Die Erde wird meine Bilder verstehen. Und ob

die Leute sie verstehen, ist mir völlig egal."

 

Vincent van Gogh
aus "Schicksal, Freiheit und die Seele" von Osho

 

 

 

 

"Was mich betrifft, so bin ich zufrieden,

Wenn ich vor einem Meisterwerk Freude empfinde.

Die sogenannten "Fehler" bei den Meistern

sind eine Erfindung der Professoren."

 

 

"Heutzutage will man alles erklären.

Aber wenn man ein Bild erklären könnte,
wäre es kein Kunstwerk."

 

Auguste Renoir

 

 

 

 

 

"Der Maler soll nicht nur malen, was er vor sich sieht.

Er soll auch malen, was er in sich sieht.

Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch

zu malen, was er vor sich sieht."

 

Caspar David Friedrich

 

 

 

 

"O führe mich vom geringen Gewerke
zur Kunst der Heiligen.
Ich fürchte mich vor dem, was ich
meiner Seele angetan habe, und
wie plötzlich losbrechender Lärm wird
das Urteil gefällt werden."

 

Leonard Cohen
aus "wem sonst als dir"

 

 

 

 

"Ich will keinen Autor mehr lesen, dem man anmerkt,

er wollte ein Buch machen: sondern nur jene, deren
Gedanken unversehens ein Buch wurden."

 

Friedrich Nietzsche

 

 

 

 


"Ich habe nicht die Absicht,

die Menschen zu belehren oder zu bereichern.

Ich mache das, was mir, außschließlich mir

Freude bereitet.

Ich habe kein Sendebewusstsein.

Ich frage nicht danach,

ob es verstanden wird oder nicht."

 

Werner Tübke

 

 

 

 

"Blumen

sind der auf die Erde herabgestiegene Geist der Schönheit.

Jeder Ort erfährt durch die hohe geistige Schwingung
von Blumen eine Segnung."

 

Nah Kin

(aus: Lebe die Göttin in dir)

 

 



 

 

„Lebendiges Gefühl der Zustände
und Fähigkeit, es auszudrücken,

macht den Poeten.“

 

 

"Der Künstler will zur Welt durch ein Ganzes sprechen;

dieses Ganze aber findet er nicht in der Natur,

sondern es ist die Frucht

seines eigenen Geistes oder, wenn Sie wollen,

des Anwehens eines befruchtenden Odems."

 

 

"Überhaupt sollen wir es mit dem Pinselstriche
eines Malers oder dem Worte eines Dichters
nicht so genau und kleinlich nehmen;
vielmehr sollen wir ein Kunstwerk,
das mit kühnem und freiem Geiste gemacht worden,
auch wo möglich mit ebensolchem wieder anschauen und genießen."

 

"Blumen sind die schönen Worte und

Hieroglyphen der Natur, mit denen

sie uns andeutet,

wie lieb sie und hat."

 

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

"Blumen sind die Liebesgedanken der Natur."

 

Bettina von Armin

 

 

 

 "In seiner eigenen Seele suchte und fand der Künstler
seinen eigenen Stil."

 

Ralph Waldo Emerson

 

 

 

 

 

"Der Tod kann dem nichts tun,
Der sich verwirklicht hat,
Der das, was in ihm angelegt
Zur höchsten Blüte hin
In Liebe hat gebracht,
Indem er sich überlassen hat
Wertfrei dem Geschehen."

 

Ute Malina Rößner

 


 

„Das Handwerk, und wenn es sich zur feinsten Geschicklichkeit steigert, ist erlernbar, die Kunst, auch wo sie in den rohesten Formen auftritt, muss angeboren sein, sie kann durch keine Anstrengung dem gegeben werden, der sie nicht von Anfang an besaß. Das Handwerk hängt am Stoffe, den es formt, und sein höchster Triumph ist, den Stoff in unendlicher Mannigfaltigkeit zu benützen und auszubeuten. Die Kunst ist ein Kind des Geistes, ihr Triumph ist, den Stoff so in Gewalt zu haben, daß er den kleinsten Wendungen des Geistes, der sich mitteilen will, Zeichen liefert, welche sie den anderen offenbar machen. Die Kunst spricht vom Geiste zum Geiste, der Stoff ist nur die Straße, die den Verkehr vermittelt.
Der Stoff ist aber beiden gemeinsam, dem Handwerke und der Kunst. Deshalb werden sie denen als dasselbe erscheinen, die den Geist nicht im Stoffe zu erkennen vermögen. Das sie aber von Kunst reden hörten und durch Studium jene Unterscheidungsgabe zu erreichen glaubten, welche ihnen die Natur versagte, aber auch nur die Natur geben kann, so gelangten sie endlich dahin, das Raffinierte für die Kunst, das einfach Erscheinende für das Handwerk zu halten, und da diese Leute in unsern Tagen die Mehrzahl bilden, und da ihrer Lust, stets Neues zu sehen, ein Genüge geschehen soll, so ist eine Klasse von Handwerkern, denen es durch Arbeit und Studium gelang, die Symbole der wahren Kunst, die sie bei den echten Künstlern fanden, nachzuahmen, und mit einer gewissen Geschicklichkeit den Stoff scheinbar noch schöner als diese zu behandeln, als die Zunft der Künstler proklamiert worden, während die wahren Künstler, deren einfache Gedanken nur eine einfache Form bedurften, für den Augenblick übersehen werden…………………., deshalb wurden so viele wahre Künstler verkannt und die falschen leuchteten im Ruhme vorübergehender Tage, deshalb aber blieb die Gerechtigkeit nicht aus, die das Echte wieder auf seine Höhe stellte, ohne das Falsche erst herabstoßen zu müssen, denn seine eigene Schwachheit ließ es längst aus sich selber spurlos in die Tiefe sinken. Denn der Geist lebt fort, der Stoff ist vergänglich;…….
Nur wer rücksichtslos auf die Laute jener Sprache horcht, die in der Stille des tiefsten Herzens sich hörbar macht, wird im Momente schon wissen können, ob ein Werk in der Hingabe an das Schöne geschaffen sein, oder ob es aus profanen Händen hervorging, welche der Fertigkeit eines Handwerkers dienstbar waren, der nichts besaß als ein feines Gefühl für die Schwächen des Publikums, und das Geschick, ihm zart streichelnd wohlzutun……….Der Künstler stellt das Ideale dar.
Jedem Sternblichen ist die Sehnsucht nach dem Ideale angeboren……..Eines aber geschieht niemals: bringen die Künstler auch Werke hervor, deren göttliche Schönheit unsere Sehnsucht befriedigt, sie selbst sind wie wir alle jenen Störungen unterworfen, welche die unvertilgbare Mitgift der menschlichen Natur bleiben. Sie schaffen das Ideale, sich selbst schaffen sie nicht neu, sie sind nur die Priester, was sie geben, ist größer als sie selber sind. Aber sie allein vermögen es darzureichen……..“


(Einführende Betrachtungen –Raffael und Michelangelo (1857))
aus: Hermann Grimm „Raffael“; herausgegeben von Reinhard Jaspert1941 Safari-Verlag Carl Boldt, Berlin