Gibt es ein Rezept? (7. Brief Sonja) 

 

Liebe Sonja,

 

Du fragst, ob es denn so eine Art Rezept gibt, naja eine Anleitung, nach der Du Dich richten könntest, um auch immer das wahrzunehmen und zu tun, was das Herz will? Du fragst: „Was, wenn sich die Stimmen in mir überschlagen und ich nicht erkennen kann, was das Herz nun will, ich in dem Moment einfach keine Orientierung wahrnehme?“

Liebe Sonja, in diesem Wellengekräusel wirst Du nicht wissen, was Du tun sollst. Also tu am besten gar nichts, außer in die Stille gehen oder entspanne mit Musik von z. B. Beethoven oder Mozart, also mit Musik, die hochschwingend ist. Du kannst natürlich auch richtige Powermusik hören, während Du Dich körperlich ausarbeitest, also Dich sehr intensiv intuitiv bewegst, z.B. tanzend. Auch tönen ist ein wunderbares Mittel, dass dieses Zustand sich aufzulösen hilft. 

Wenn Dich die Situation, in der Du Dich befindest wütend macht und diese Wut, Dich aus Dir wegzureißen droht, dann stelle Dich der Wut, Deinem Ärger oder Groll und nimm es mit ihnen auf. Du kannst Dich durchaus all Deinen Gefühlen stellen, die Du in Dir wahrnimmst und musst vor keinem Gefühl fliehen. Ansonsten werden sie Dich verfolgen und weiter im Hintergrund in Dir brodeln und bei der nächsten besten Gelegenheit versuchen, Dich noch kraftvoller im Sturm zu erobern, um die Herrschaft an sich zu reißen. Schalte vielleicht einfach Deinen Körper ein, indem Du z.B. immer wieder in die Luft boxt, Deine Hände, Deine Beine, Deinen Bauch, Deine Füße, Deinen gesamten Körper kräftig ausschüttelst, als würde die Wut überall sitzen und Dich anfassen und besitzen wollen. Bleibe wach, denn Du bist nicht die Wut und auch nicht der Ärger, der Gedanken wie am Fließband produziert und Dich damit überschwemmen will. Die Aufmerksamkeit wandert damit automatisch auf den Körper mit seinen Bewegungen und dieses sich austoben, könnte Dir sogar Spaß machen, dass die ganze Wut dabei verschwindet und sie plötzlich nicht mehr da ist. Unser Körper ist einfach wunderbar, der uns von Herzen gerne dient und überaus hilfreich ist, Spannungen und Ärger abzubauen und uns wieder in einen klaren Fluss zu lenkt. Doch richte Deinen Wut nicht gegen andere, gegen Andersdenkende und auf Menschen, die Du als Ursache für Deine Gefühle empfindest. Damit verstärkst Du das Problem und es löst sich nicht auf, bzw. Du schaffst einen Duzend neue, die mit einem noch größeren Gedankenstrom verbunden sind, den Du ja loswerden möchtest.

Ja, Sonja, tue etwas, wobei Du Dich so richtig ausgiebig ausgießen kannst, damit Du aus dem Kopf kommst. Es ist einfach auch eine Herausforderung, herauszufinden, was das Beste in dem Moment für Dich ist. Auch, wenn Du denkst, den Herzensimpuls in dem Moment nicht wahrzunehmen, so wird er trotzdem da sein und Dir ein Signal geben. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du völlig ohne Energie bist, dann ist wirklich Ruhe und Stille angesagt. Ich bin mir sicher, dass Dein Körpergefühl ausgeprägt genug ist, um zu spüren, was Dir jetzt gut tut. Das ist dann das Richtige. Doch wenn irgendeine Sucht sich dann in Dir meldet, w.z.B. „Eine Schokolade bitte und jetzt ein Stück Sahnetorte und jetzt bitte vier Spiegeleier… „ und Du hinterher schwer und noch wirrer bist, dann war die Stimme der Sucht so laut, dass dein Herz überhört wurde. Außerdem ist alles, was aus dem Herzen kommt nicht mit Gier und Ehrgeiz verbunden. Sucht ist immer mit Gier verbunden. Ehrgeiz ist dem Herzen fremd.

Versuche die Gefühle nicht zu bewerten und auch nicht Deine Feststellungen. Es hat meist nichts mit dem zu tun, was Du wirklich bist, sondern nur mit Deiner Konditionierung. Wenn Du z.B. wiedermal ein Paar siehst, das Dir vorkommt wie eines aus der Steinzeit, weil die beiden Menschen auf Dich wie versteinert wirken, weil sie sich in ihre Gefühle, Gedanken und Schmerzen eingeschlossen haben, dann werte es nicht in gut oder schlecht, denn damit hältst Du eine Situation fest und beraubst Dich der Möglichkeit, tiefer zu blicken. Eine Wertung ist immer ein Stoppschild, eine Begrenzung, die aufgebaut wird. Doch wenn Dein Herz dabei offen bleibt und Du unvoreingenommen bist, wirst Du mehr erkennen und auch die Liebe und das Licht, das sich in ihnen verbirgt. Du reagierst natürlich und bleibst in Deiner Liebe, die so aus Dir strömen kann und damit tust Du nicht nur was für Dich, sondern in dem Fall auch etwas für das Paar, dessen Gesicht so vielleicht etwas aufhellen könnte.

Auch, wenn ein ablehnendes Gefühl in Dir entsteht, wirst Du richtig reagieren, wenn Du weiterhin urteilsfrei im Herzen bleibst. Du verlässt einfach die Situation, wendest Dich von etwas ab. Auch das kann das Herz wollen und es ist richtig und für alle Beteiligten gut. Das Herz ist das A & O und nicht der Verstand und Deine Konditionierungen, wie toll auch manche Du davon empfindest.

Und wenn es passiert, dass Deine Konditionierungen wieder mal den Sieg davon getragen haben, ist das auch nicht gleich ein großes Problem, wenn Du Dir wenigstens hinterher bewusst bist, dass das sich nicht so gut angefühlt hat. Sei das nächste Mal einfach wacher, wenn sich sowas anbahnt. Du musst nicht immer das Gleiche wiederholen, wenn Du weißt, was Du willst oder noch mehr, was Du nicht willst.

Das bezieht sich auf alles Geschehen in Deinem Leben.

Da fällt mir gleich wieder eine kleine Geschichte aus meinem Leben ein. Es war während des Studiums. Nach Weihnachten wollte ich abnehmen und begann darauf zu achten, was ich esse. Da trat ein Studienkollege nach einem Wochenende in mein Zimmer und stellte mir eine Schüssel Weihnachtsplätzchen auf den Tisch und sagte dazu: „Die sind nicht für dich zum Essen da. Doch man muss den Feind vor Augen haben.“ Es macht also überhaupt keinen Sinn, den Kühlschrank zu verriegeln, wenn man abnehmen will. Das Unterbewusstsein ist klug genug, Dich immer wieder auszutricksen, wenn Dein Tun und Dein Wille nicht im Einklang mit Deinem ganzen Wesen sind und Du Dich nicht ganz fühlst mit dem was Du tust und was Dir wiederfährt. Du wirst immer wieder so schwach sein, dass Deine Vorsätze über den Haufen geworfen werden und Du immer wieder in Deine alte Situation zurückfällst. Doch wenn sich etwas innerlich klar und gut anfühlt, Du Dich ganz fühlst mit dem was Du tust, dann hast Du das Gefühl, dass das ganze Universum Dich unterstützt und mit Dir ist, es Dich regelrecht auf Deinem Weg trägt.

Also fürchte nicht etwas, dass eintreten könnte und wünsche Dich nicht anders, ohne dabei das was ist anzunehmen und Dich liebevoll darum zu kümmern.

Ich muss mir den Fuß, an dem ich mich vielleicht verletzt habe ansehen und möglichst mit Liebe und den notwendigen Maßnahmen behandeln, wenn er wieder heilen soll und was genauso wichtig ist - ich muss wenigstens erahnen können, wie sich das Heile anfühlt oder wie es aussieht. Das für uns Unstimmige zu fürchten, erlöst uns nicht aus unstimmigen Situationen.

Wenn ein Arzt Dir eine bestimmte Krankheit diagnostiziert, musst Du das Etikett zwar nicht annehmen, welches Dich vielleicht sofort in Todesangst versetzen könnte, doch das, warum Du zum Arzt gegangen bist schon. Es gibt Fälle von Menschen, die haben eine schwere Krankheit diagnostiziert bekommen und haben sich gesagt, dass sie das nicht haben und nach z.B. einem Jahr war die Krankheit wirklich verschwunden. Das heißt nicht, dass sie ihren Zustand, den sie in dem Moment empfinden abgelehnt haben, sondern nur nicht dessen Schwere und die prophezeiten Folgen, also sich nicht mit dem Etikett identifiziert haben, das ihr Zustand bekommen hat durch andere.

Den verletzen Fuß einfach zu ignorieren und ihn zu verurteilen, könnte wahrlich schwere Folgen haben.

Das Bild des absolut Heilen ist in uns allen verankert. Es ist als tiefsitzende Sehnsucht spürbar.

Den Verstand als Planer sich erheben zu lassen und das Wesentliche dabei zu ignorieren, kann viele neue Beulen bringen.

Mag sein, dass Deine Verstandes Planungen zu Erfolgen führen, doch sie werden Dir nicht das Gefühl vermitteln, Dich stimmiger und zufriedener zu erleben als über einen kurzen Augenblick hinaus.

Es geht also nicht darum, dass man alles plant und sich strikt an Pläne hält. Daran kann man eher zerbrechen, wenn man Wege sucht, bei denen sich das fließende Leben, das Unerwartete sich nicht einmischen soll, denn damit katapultiert man sich insgesamt aus dem Lebensfluss. Wenn die Planung allerdings dem Herzensimpuls entspricht,dann ist es im Einklang mit dem Ganzen und es kann sogar sein, dass der Verstand es wieder einmal nicht gleich versteht. 

 Es geht darum, innerlich Klarheit zu fühlen, darüber, was sich gut und richtig anfühlt und was Ungutes hervorbringt. Dafür genügt es, seinem Herzen weiter aufmerksam zu lauschen. Allein mit dem Kopf an irgendwelchen Vorhaben festzuhalten, sind zum Scheitern verurteilt und mit Enttäuschungen verbunden. Du kennst sicher auch dieses schöne Sprichwort: „Der Mensch denkt und Gott lenkt.“ Lass ruhig Dich weiter von Gedanken erreichen, doch verlasse dafür nicht die Aufmerksamkeit in Deinem Herzen. Damit bleibst Du frei, spontan und offen und das Leben findet den für Dich besten Weg.

Liebe Sonja, gerade höre ich das Lied „Verdammt…“ von der Gruppe "Wir"), einer Band aus den Siebzigern. Darin singt es: „Verdammt und dann stehst du im Regen und niemand hält dir den Schirm…. Ich eigne mich leider nicht zum Liebhaber… und deine Seele, die erfriert…..“

Ich würde am liebsten aufstehen und tanzen, denn ich liebe dieses Lied, doch die Umstände passen dafür nicht gut. Ich sitze im Zug und würde dabei wahrscheinlich umfallen, doch in mir kann ich es immer tanzen lassen. Ja, das, nur nebenbei. Eine Stelle heißt: „Ich suchte nur jemand, der nach mir sucht…. Verrückt, ich kann ohne dich auch leben…….Keiner trägt die Schuld…..Verdammt.“ Ja, das nur nebenbei. Liebe Sonja, in Klarheit wirst Du wahrnehmen, dass das Leben dazu da ist, es in uns erleben zu lassen und es die ganzen Bewertungen, die Emotionen verursachen gar nicht braucht, um zu fließen.

Lass den Gerald sausen, die Welt ist voll mit anderen Verrückten und vielleicht kannst Du mit einem anderen etwas erleben, dass Dich automatisch in eine neue Welt befördert. Du wirst aus Deinen Erfahrungen heraus wissen, dass jede Beziehung und Partnerschaft ein anderes Erleben und eine neue Welt darstellt. Lass Deine Schuldgefühle, Deine Hoffnungen, Erwartungen und Vorstellungen sausen, wohin sie wollen und lass Dich einfach vom Leben schnappen und hintragen, wohin es will. Was hast Du denn zu verlieren? Nichts!

Ein Rezept möchtest Du? Wozu? Um neue Gedanken zu entwickeln und zu produzieren, die Dich dann in der Zange halten? Erlebe die Leichtigkeit des Lebens wie ein Kind und lass Dich nicht beschweren durch das Festhalten von Gedanken. Das Kind ist einfach authentisch und deshalb hängt es nicht in Gedanken dann noch fest, wenn die Situation sich längst verändert hat und schleppt sie nicht wie eine schwere Last ständig mit sich herum und füttert sie an.

Das Kind weint, wenn es weinen muss und lacht, wenn es was zu lachen gibt. Wenn es in der S-Bahn sitzt und zwei Sitze weiter sitzt ein Mann, der ihm unangenehm ist, sagt es zur Mama: „Komm Mama, ich will woanders sitzen. Der Mann stinkt.“ Das kleine Kind überlegt nicht, ob es das darf oder nicht und kennt auch keine Ausländer und beißt sich deshalb auch nicht auf die Zunge, weil das ja als Rassismus und Ausländerfeindlichkeit gewertet werden könnte. Es sagt es, weil es so ist, ob es einen Schwarzen, Weißen oder Bunten trifft. Wenn der sich mit Alkohol vollgepumt hat und dadurch nach Alkohol riecht, sagt das Kind das. Er stinkt und es will da weg. Das ist doch normal und da ist auch nichts aufzulösen und zu erkennen, damit man die Situation annehmen kann und bleibt sitzen. So und wenn mir eine Situation stinkt und ich bin in meinem Herzen, fühle ich auch, wenn die Situation durch mich nicht veränderbar ist und ich sage mir: „Weg hier.“

Für das Kind gibt es nur den Augenblick mit dem Fakt, wie es etwas erlebt ohne seine Empfindungen zu werten. Du kannst mit einem Kind schimpfen, wenn es Blödsinn gemacht hat und zwei Minuten später strahlt es Dich wieder an. Eine Mutter erlebt selbst in der Beziehung mit ihrem Kind, dass es nicht nachtragend ist. Es zählt immer nur der Augenblick. Wo Liebe ist, ist Präsenz und wo Präsenz ist gibt es keine Probleme und Rezepte sind auch nicht notwendig. Es wird krampfhaft nach Lösungen gesucht, wenn man sich selbst aus der Liebe, aus der Präsenz des Augenblicks gefallen fühlt. Das macht das Leben schwer und zur Last. Zwei gleich erscheinende Sachverhalte oder auch Äußerungen können total entgegen gesetzt sein. bzw. empfunden werden. Sie können in der Präsenz des Augenblicks stattfinden, ohne Wertung sein und ohne den Zustand des sich belastet Fühlens hervorrufen. Sie können aus dem Herzen, aus der Liebe fließen oder aus dem Verstand und der Nicht Liebe. Was immer der Liebe entspringt, lässt Dich frei und führt Dich immer intensiver in einen Zustand des sich freier, unbelasteter, mitfühlender und liebender zu sein. Das Leben wird einfacher, je wahrhaftiger Du wirst. Lerne von der Wahrhaftigkeit von kleinen Kindern, die weder Angst vor dem Leben noch vor dem Tod haben. Sie wissen von beiden nichts. Sie vermissen das Leben nicht, genauso wenig wie der Fisch im Wasser das Wasser  nicht vermisst. Wenn er denken könnte, würde er es vermissen und  darüber nachdenken, wie er so schnell wie möglich wieder ins Wasser kommen kann, um sein Leben nicht zu verlieren und wie er seinen natürlichen Lebensraum zurück gewinnen kann. Doch er denkt nicht und deshalb wird er einfach sterben und sicher auch Schmerzen dabei haben, doch weder Gedanken noch Probleme.

Der Mensch fühlt sich unwohl, weil er sich nicht mehr ganz fühlt. Er fühlt Verlust an Leben egal wie aktiv er ist, egal, wieviel er hat, egal wie viele Gedanken er sich macht.

Er fühlt sich getrennt vom Leben, an den Rand gespült und sich vom Leben, von Gedanken und Gefühlen hin- und her geschmissen. Er fühlt sich abgerissen von seinem Zentrum, herausgerissen aus seinem Herzen. Er ist in diesem Zustand einfach unfähig zu erkennen, wo das wahre Problem für seine Unzufriedenheit, seine Angst und seinen Lebenskampf liegt.

Die Welt ist plötzlich voller Feinde und voller Gefahren. Man fühlt sich einfach immer wieder nur fremd und den anderen als fremd ohne diese Verbindung zu seinem Zentrum, zu seinem eigenen Herzen.

Liebe Sonja, ein Rezept willst Du? Spüre in Dir diese Verbindung auf, suche das Kabel oder die Leitung in Dir und spüre Schritt für Schritt deinen Weg, um alles was jetzt ist als das zu erleben was es ist indem Du erlebst, was Du bist.

Im Grunde ist das Universum zum Bersten voll mit Liebe angefüllt und diese Liebe kannst Du in Deinem Herzen erleben und fühlen und genau diese Liebe will Dich fließen lassen von Augenblick zu Augenblick, damit Du jederzeit Dich am richtigen Ort fühlst, da wo Deine Seele sein und sich optimal entfalten kann und will.

Du schuldet niemanden was und Dir schuldet niemand etwas. Lass Dein Herz die Geschicke regeln und nimm an, frei von Schuldgefühlen, was das Leben Dir reicht, ob es Dinge sind, Handlungen, Gedanken oder Gefühle. Du selbst bist nichts von alledem. Wenn Du Dich selbst bei alledem im Zustand von Liebe fühlst, dann dient es auch dem Ganzen und nicht nur Dir, selbst dann, wenn in der äußeren Welt etwas als Ungerechtigkeit bewertet wird.

Bist Du nicht im Zustand von Liebe, von Wahrhaftigkeit und Authentizität, dann taugt selbst das, was Du oder andere als gut und richtig bewerten nicht viel. Es kann sogar nutzlos sein und gegen das Ganze gerichtet sein. Du hältst nämlich dann nicht nur Dich selbst in einem Zustand des Mangels fest, sondern auch andere.

Wahre Fülle und Zufriedenheit entsteht nicht aus Besitz, sondern aus Liebe und Authentizität.

Ich sage Dir, was das Rezept ist, das Dir hilft, ins Herz zu kommen. Lass das Sterben zu! Lass den Tod zu! Halte den aus! Akzeptiere Deine Nichtigkeit! Akzeptiere, dass Du selbst keinen Wertsachen und Wertungen brauchst, um wertvoll zu sein. Lass zu, dass Du niemandens Anerkennung brauchst. Halte diesen Schmerz aus. Sitze ihn einfach aus. Verlasse für nichts und niemandes die Wahrheit, die Du tief in Dir, fern jeglicher Emotionen wahrnimmst. Verlasse nicht Dein Verwurzelt sein durch Eindrücke, die das Leben permanent auf Dich abfeuert, egal ob diese schöne Gefühle oder unschöne auslösen. Identifiziere Dich nicht mit dem, was Dich in Abgründe reißen will oder geschickt in Gedankenströme. Das Leben ist voller Gefahren dafür, dass Du in Angst leben kannst und in Sorge sein kannst über das Morgen.

Sei Dir stets bewusst, dass es keinen Grund dafür gibt, Dich irgendjemandem gegenüber überlegen oder unterlegen zu fühlen, egal was wer zu wissen glaubt und was er weiß. Es gibt keinen Grund, Dich wertvoller zu fühlen, egal was Du glaubst, geleistet zu haben oder besitzt und ein anderer nicht. Es gibt keinen Grund, Dich ärmer und minderwertiger zu fühlen, egal, wie andere Menschen oder die Gesellschaft als Ganzes Dich bewertet oder einordnet, weil Du vielleicht nicht in deren Bild passt, das als wertvoll gilt. Sei Dir bewusst, dass Du kein Ding bist und Dich immer als bedeutungslos erleben wirst, egal wieviel Bedeutung Dir zugemessen wird, wenn Du nicht das wirklich Bedeutende in Dir strömen fühlst und das ist die gesamte Existenz, die jegliches Ich Bewusstsein in Dir zum erlöschen bringt und damit die Angst vor Tod und Verlust.

Wenn das Leben sein darf mit all seinen Unsicherheiten für den Verstand für ein Ich, dann, nur dann wirst Du Dich jederzeit am richtigen Ort fühlen und zusammen mit den richtigen Menschen. Es werden Ereignisse stattfinden, die nicht anders sein können und Du hast kein Problem damit. Du wirst einfach richtig auf die Situation antworten, weil es kein Ich ist, das einfach aus der Schublade des Verstandes eine Antwort rausholt, die alt ist und das Neue blockiert, statt es geschehen lässt.

Das Neue hat bei Dir bereits angeklopft und Du überlegst noch, ob Du die Tür öffnest und das Deinem Verstand Unbekannte eintreten lässt oder lieber die Tür geschlossen hältst und weiterhin nicht antwortest und eher noch ein Brett vor die Tür nagelst, damit es nicht mal mit Wucht die Tür aufreißt und Dich aus Deinem Trott herausschleudert in unbekannte Lebenssituationen. 

 

Liebe Grüße

Malina

 

 

 

 

 "Die Liebe ist Ganzheit einer Begegnung von Geist, Seele und Körper.

Du kannst nicht über den Geist, also über die Worte allein,

diese Ganzheit wiederbeleben.

Eine >Aussprache< führt eher zur Vertiefung der Trennung

als zu ihrer Überwindung. Die Konzentration auf das Reden

lenkt ab von der Ganzheit. Die vielen Worte,

die vielen Möglichkeiten für Missverständnisse,

die in den Worten enthalten sind, sind eher ein Stolperstein für die Liebe.

Wir schätzen in der Regel den Wert der Worte viel zu hoch ein.

Wenn die Liebe entschwunden ist,, kann sie nicht mit noch so schönen Worten >zurückgeredet< werden.

In diesem Bereich der Lebendigkeit überschätzen wir das Wort.

Worte trennen schneller, als Du glaubst.

Überschätze also nicht die Kommunikationsform des Gesprächs."

 

Peter Lauster

"Liebeskummer als Weg der Reifung"

 

 

 

 

 Hier geht es zum 6. Brief an Sonja : "Probleme sind nicht das Problem

  Hier geht es zum 8.Brief an Sonja: "Angegriffen" 

 

 

"Die Aufmerksamkeit ist weiser als das Denken. In Achtsamkeit empfinde ich Achtung vor dem, was geschieht" S. 175

Peter Lauster 

"Die Liebe" 

"Hör auf dein eigenes Herz; das ist die einzige heilige Schrift, die ich Lehre. Ja, höre sehr aufmerksam, sehr bewusst zu und du wirst nie falsch liegen. Wenn du auf dein eigenes Herz hörst, wirst du nie gespalten sein. Wenn du auf dein eigenes Herz hörst, wirst du in die richtige Richtung gehen und dir nie Gedanken darüber machen müssen, was richtig und was falsch ist." S. 185

Osho

"Authentisch sein"

innenwelt verlag

 

 

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